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Forschung

19. September 2011

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Wissen schafft TV: Erste Bilder von tagged, dem Wissensmagazin für digitale Kultur FH St. Pölten produziert wissenschaftlich fundiert

St. Pölten, 19. September 2011 – Takes von tagged, dem neuen wissenschaftlich fundierten Wissensmagazin werden am 23. September 2011 an der Fachhochschule St. Pölten gezeigt. Im Rahmen von „FIT für Forschung“ sind die ersten Bilder dieses TV- Pilotprojekts zu sehen. Das neue Sendeformat fordert sowohl inhaltlich als auch formal. Denn tagged zeigt Wissen mit Bezug zum Alltag, kippt tradierte Rollenbilder und experimentiert mit neuen Darstellungsformen. Das innovative Wissensmagazin für digitale Kultur ist das aktuellste Ergebnis einer wissenschaftlich fundierten Auseinandersetzung mit Wissens-Vermittlung im Fernsehen. Dafür untersuchte ein Team des Instituts für Medienproduktion der Fachhochschule St. Pölten aktuelle Wissenschafts-Formate im deutschen Sprachraum und Archivmaterial des ORF.

Fernsehsendungen, die aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse und technologische Innovationen thematisieren sind hoch aktuell. Tatsächlich sind diese aber nicht immer so innovativ wie die Themen, über die sie berichten. Das präsentierte Wissen hat oft keinen Bezug zum Alltag der ZuseherInnen und die Vermittlung von Rollenbildern ist sehr traditionell: Männer dominieren. Frauen kommen kaum zu Wort. Auch die Darstellungsform ist eher „schulischer Frontalunterricht“ als „State of the Art“.

Das sind nur einige der Ergebnisse, die ein Team vom Institut für Medienproduktion der FH St. Pölten in einer vergleichenden Analyse von Wissens- und Wissenschaftssendungen heraus- destillierte. Diese Analyse war Teil des Forschungsvorhabens NeVisET (New Visions of Emerging Technologies), das 30 aktuelle Formate von 15 Sendern im deutschen Sprachraum und 26 Sendungsformate aus den Jahren 1950 – 2009 verglich. Einer von drei wesentlichen Parametern der Untersuchung war die inhaltliche Beurteilung der Wissensvermittlung in Bezug auf die Alltagswelt der ZuschauerInnen. Besonders untersucht wurde dabei auch die allgemeine Akzeptanz von Forschungsthemen im TV bei einer jungen Zielgruppe. Wie Rollenbilder tradiert werden, wurde ebenfalls sehr genau analysiert. Zusätzlich standen Struktur und Gestaltungselemente von Forschungssendungen im Fokus dieses Forschungsprojekts.

Fachhochschule St. Pölten GmbH, Matthias Corvinus-Straße 15, 3100 St. Pölten, T: +43 (2742) 313 228, F: +43 (2742) 313 228-339, E: office@fhstp.ac.at, I: www.fhstp.ac.at

„Die Ergebnisse dieser Analyse sind Basis des neu entwickelten TV-Formats tagged. Mit speziellen Themen, den eingesetzten Gestaltungselementen und dem Sendungsaufbau setzen wir mit tagged einen Kontrast zu herkömmlichen Wissenschaftsformaten. Schließlich wollen wir damit auch ein junges Publikum erreichen und einem kritischen Umgang mit Wissen gerecht werden“, erläutert die NeVisET Key Researcherin FH-Dozentin Mag. Rosa von Suess, die wichtigste Elemente des Formats. Die Leiterin des Ausbildungsfernsehens c-tv an der FH St. Pölten arbeitet bei der Produktion von tagged mit einem Team aus jungen ForscherInnen, Studierenden und Profis aus der Filmproduktion.

tagged setzt Impulse im „ON und OFF“

Themen, die junge Menschen bewegen. Provokante Fragen einer Frauenstimme aus dem OFF. ExpertInnen an den europäischen Zentren der digitalen Moderne. Hohe Schnittfrequenz. Gespräche ohne Moderation. Ab und zu ein Schwenk der Kamera auf das Produktionsteam. Urbane Umgebungsgeräusche.

Mit diesen Elementen im sichtbaren ON-Bereich, die ganz bewusst herkömmliche Wissensformate konterkarieren, arbeitet bereits die erste Folge von tagged: In „Beautiful Data“ stehen Daten und Datenträger im Zentrum. Knackig und frisch wird das Thema aufbereitet und formal umgesetzt. KünstlerInnen wie Valie Export und ExpertInnen wie Inge Baxmann und Jörg Seifert kommen zu Wort.

tagged setzt mit diesen Impulsen im ON-Bereich neue Maßstäbe in der Wissenschafts- Kommunikation. Das hat auch Auswirkungen im OFF-Modus der Produktion. Auch hier steht eine gendergerechte Rollenverteilung im Fokus, die zukünftige Projekte des Instituts nachhaltig beeinflussen wird.

Insgesamt gelang dem Team des Instituts für Medienproduktion der FH St. Pölten mit der Umsetzung dieses Pilot-Projekts eine gleichermaßen wissenschaftlich fundierte wie künstlerisch ambitionierte Arbeit. Das Zielpublikum darf gespannt sein auf weitere Folgen von tagged. Erste Bilder vom neuen Wissensmagazin für digitale Kultur sind bei „FIT für Forschung“ am 23. September 2011 in der Fachhochschule St. Pölten zu sehen.

NeVisET (New Visions of Emerging Technologies) ist ein Forschungsvorhaben, das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert wird.

Mehr Informationen zu „FIT für Forschung“ unter: www.fit-fuer-forschung.eu

Pressetext zum Download verfügbar unter: http://www.fhstp.ac.at/ueberuns/presse/presseaussendungen

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Über die Fachhochschule St. Pölten

Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung in den Bereichen Technologie, Wirtschaft und Gesundheit & Soziales. In mittlerweile 16 Studiengängen werden mehr als 1800 Studierende betreut. Neben der Lehre widmet sich die FH St. Pölten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt innerhalb der Studiengänge sowie in eigens etablierten Instituten, in denen laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickelt und umgesetzt werden.

Kontakt FH St. Pölten:
FH-Dozentin Mag. Rosa von Suess Fachhochschule St. Pölten
Leiterin des Ausbildungsfernsehen c-tv Lehrgangsleiterin Videojournalismus Institut für Medienproduktion
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