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Bildung

13. Dezember 2010

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Forschungskarriere dank Fachhochschulausbildung. Absolventin des FH-Studiums Biotechnologie erhält britisches Forschungsstipendium für Imperial College London

International durchstarten – dafür schafft das FH-Studium Biotechnologie (FH Campus Wien) am Campus Vienna Biocenter alle nötigen Voraussetzungen. Eine, die diese Chance ergriff, ist die 23-jährige DI (FH) Sophie Schobesberger. Die Absolventin des Studiums erhielt jetzt ein Stipendium der British Heart Foundation für ein Master- und PhD-Studium am renommierten Imperial College London. An der University of Edinburgh untersuchte sie zuvor Funktionen des Enzyms Aminopeptidase O. Dieses wurde erst vor wenigen Jahren entdeckt und seine mögliche Rolle bei der Entstehung neuer Blutgefäße wird derzeit intensiv erforscht. Dazu leistet die Diplomarbeit von Sophie Schobesberger einen wichtigen Beitrag.

Krebs bekämpfen, Alzheimer heilen oder neue Impfstoffe entwickeln – das sind Visionen der Studierenden für Molekulare Biotechnologie an der Fachhochschule Campus Wien. Wer den Drang verspürt, Menschen durch Forschung zu helfen, ist hier genau richtig: Nicht nur die Erkenntnisse der Grundlagenforschung, sondern auch das Erfinden und Entwickeln neuer Technologien – bis hin zur Therapie – werden vermittelt. So ausgerüstet stehen den AbsolventInnen viele internationale Türen in der akademischen wie in der industriellen Forschung und Entwicklung offen. Dass diese Türen sich selbst bei Spitzenorganisationen öffnen, zeigt die frühe Karriere von Sophie Schobesberger: Ein Erasmus-Aufenthalt an der University of Edinburgh endete für sie mit einer Empfehlung zum Master- und PhD-Studium am Imperial College London, einer der TOP-10-Universitäten weltweit.

(Ent-)Zündende Forschung

Schon an der University of Edinburgh fand Sophie Schobesberger großen Gefallen an der medizinischen Forschung. Sie ergatterte einen Praktikumsplatz am Centre of Inflammation Research, wo sie das menschliche Enzym Aminopeptidase O (APO) auf seine Funktionen untersuchte. Tatsächlich scheint das Enzym bei verschiedenen Prozessen im Körper eine

wichtige Rolle zu haben. So wird vermutet, dass es an der Regulation des Blutdrucks und an Entzündungsreaktionen beteiligt ist. Aber auch bei der Entstehung neuer Blutgefäße könnte es eine Funktion haben. Gerade diese interessierte Sophie Schobesberger. Denn in der Krebstherapie zielen innovative Ansätze auf eine Unterdrückung dieser Gefäßneubildung ab, was Tumore von einer Blutversorgung abschnüren würde.

Für Sophie Schobesberger war bei ihrer Arbeit der Fokus auf ein Ziel wichtig, wie sie erläutert: „Die Fähigkeiten und das weitgefächerte Hintergrundwissen, das ich im Biotechnologie Studium erhalten habe, halfen mir sehr. Es fiel mir dadurch leicht, neue Prozesse und Methoden rasch zu erlernen. Außerdem weckte das Studium mein Interesse und meine Motivation, APO so gut wie möglich zu erforschen und mich mit anderen Wissenschaftern und Wissenschafterinnen auszutauschen. Gerade dieser wissenschaftliche Austausch und die Kombination aus Forscherdrang und technischen Fähigkeiten, die ich aus dem Studium mitgenommen habe, haben zu der Weiterempfehlung zum Master- und PhD- Studium beigetragen.“ Dabei kann die Studierende nun zukünftig sogar auf ein Stipendium der British Heart Foundation zurückgreifen, die ihre weitere Forschung an molekularbiologischen Aspekten von Blutgefäßen fördert.

Absolvieren & Promovieren

Dr. Bea Kuen-Krismer, die Leiterin des FH-Studiums Molekulare Biotechnologie der FH Campus Wien, gratuliert der Absolventin: „Es ist eine großartige Leistung, ein Vollstipendium für das weltberühmte Imperial College London zu bekommen. Wir freuen uns für Frau DI (FH) Schobesberger. Wir freuen uns dabei auch, dass unser Curriculum immer wieder solche internationale Bestätigung erfährt.“ Das zeigt auch Liana Fasching: Bereits nach ein paar Monaten an der Lunds Universitet in Schweden wurde ihr dort eine Doktorandenstelle angeboten. Ebenfalls eine Doktorandenstelle wurde Jonathan Fröhlich von seinem Praktikumsbetreuer angeboten – und zwar am Max Planck Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg, wo er im Rahmen seines Bachelorstudiums ein Berufspraktikum absolvierte. Den noch notwendigen Master schließt er derzeit in München ab.

Dr. Bea Kuen-Krismer dazu: „Die Durchlässigkeit des tertiären Bildungssystems nimmt auf europäischer Ebene konkrete Formen an – und unsere Studierenden sind voll dabei. Ein Drittel von ihnen geht während des Studiums ins Ausland und es ist toll mitzuerleben, wie in so kurzer Zeit aus unseren Studienanfängern und Studienanfängerinnen PhD-Studierende an Top-Forschungsstätten in Europa werden.“

Über den Studiengang Molekulare Biotechnologie:

Die FH Campus Wien bietet Studierenden die Möglichkeit, im Vollzeitstudium in 6 Semestern den Bachelor of Science in Natural Sciences (BSc) zu erlangen. Der Master of Science in Natural Sciences (MSc) kann in 4 Semestern abgeschlossen werden. 50 Bachelor- und 45 Master- Studienplätze pro Jahr garantieren intensive Betreuung in Kleingruppen und praxisnahe Ausbildung. Ausbildungsziele sind einerseits die Entwicklung rekombinanter Wirk- und Impfstoffe, Stammzellen- und Gentherapien, andererseits aber auch betriebswirtschaftliches Wissen um Produktmanagement, Marketing & Sales, Recht, Firmengründung und strategische Unternehmensführung. Durch Kooperationen mit in- und ausländischen Universitäten, Unternehmen und Institutionen können bereits während des Studiums Kontakte mit künftigen Arbeitgebern geknüpft werden.

Die Veröffentlichung findet im Rahmen des Projektes [SIMBio]8+ statt. Dieses wird von der MA 27, EU-Strategie und Wirtschaftsentwicklung (im Rahmen des Fachhochschul- Förderprogramms 2005) gefördert.

Kontakt:
FH-Prof. Dr. Bea Kuen-Krismer
FH Campus Wien
Leiterin FH-Studiengang Molekulare Biotechnologie, Dept. Leiterin Applied Life Sciences
Campus Vienna Biocenter 2
Viehmarktgasse 2A
1030 Wien
M +43 / 699 / 88 44 95 56
E bea.kuen@fh-campuswien.ac.at
W http://www.fh-campuswien.ac.at

Wien, 13. Dezember 2010

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