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Wissenschaft

7. September 2009

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Bekanntgabe der Balzan Preisträger 2009. Preisträger aus vier Fachgebieten erhalten je eine Million Schweizer Franken (ca. EUR 662.000); Die Hälfte für die Finanzierung von Forschungsprojekten

Mailand, 7. September 2009 – Die Namen der Balzan Preisträger 2009 wurden heute bekannt gegeben:

  • Terence Cave (Großbritannien), St John’s College, Oxford, für Literatur ab 1500
  • Paolo Rossi (Italien), Università di Firenze, für Wissenschaftsgeschichte
  • Brenda Milner (Großbritannien – Kanada), McGill University, Montreal, für Kognitive

    Neurowissenschaften

  • Michael Grätzel (Deutschland – Schweiz), École Polytechnique Fédérale de

    Lausanne, für Materialwissenschaften

    Das Profil der Preisträger und die Begründungen für die Auszeichnungen (die am 20. November in Bern durch Doris Leuthard, Vizepräsidentin des Bundesrates und Vorsteherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes im Nationalratssaal verliehen werden) wurden von Mitgliedern des Preisverleihungskomitees der Internationalen Balzan Stiftung dargelegt:

    Karlheinz Stierle (emeritierter Professor für Romanische Literaturen und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz; Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften) begründete die Vergabe des Preises für Literatur ab 1500 an Terence Cave folgendermaßen: „Für seine bahnbrechenden Beiträge zu einem neuen Verständnis der Renaissance-Literatur und seine Forschungen zur Wirkungsgeschichte der aristotelischen Poetik in der modernen europäischen Literatur“.

    M.E.H. Nicolette Mout (Professorin für Neuere Geschichte und Professorin für Zentraleuropäische Studien der Universität Leiden; Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften; ausländisches Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) begründete die Vergabe des Preises für Wissenschaftsgeschichte an Paolo Rossi folgendermaßen: „Für seine wichtigen Beiträge zur Erforschung der intellektuellen Grundlagen der Wissenschaft von der Renaissance bis zur Aufklärung“.

    Lord Krebs of Wytham (Präsident des Jesus College, Oxford; Fellow der Royal Society, London) begründete die Vergabe des Preises für Kognitive Neurowissenschaften an Brenda Milner folgendermaßen: „Für ihre pionierhaften Studien über die Rolle des Hippokampus in der Gedächtnisbildung und die Identifizierung verschiedener Formen von Gedächtnis“.

Enric Banda (Forschungsprofessor für Geophysik am Institut für Erdwissenschaften des Spanischen Nationalen Forschungsrates (CSIC) in Barcelona; Präsident Euroscience, Strassburg) begründete die Vergabe des Preises für Materialwissenschaften an Michael Grätzel folgendermaßen: „Für seine zahlreichen Beiträge zu den Materialwissenschaften und im Besonderen für seine Erfindung und Entwicklung eines neuen Typs von Photovoltaik- Solarzelle, der Dye Sensitized Cell (DSC–photoelektrochemische Zelle, Farbstoffsolarzelle), besser bekannt als Grätzel-Zelle“.

Der Präsident des Preisverleihungskomitees, Professor Salvatore Veca, gab gleichzeitig die Themen für die Preisausschreibung 2010 bekannt: Geschichte Europas (1400-1700), Geschichte des Theaters in all seinen Ausdrucksformen, Stammzellen: Biologie und potenzielle Anwendungen, Mathematik (reine oder angewandte).

Die Preisgebiete der Internationalen Balzan Stiftung variieren jedes Jahr, um besonders innovative Forschung auf den Gebieten der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Kunst sowie den Naturwissenschaften, der Physik, Mathematik und Medizin zu würdigen, die im Gegensatz zu traditionellen Wissenschaftsgebieten oftmals spezieller und interdisziplinärer ausgerichtet sind. Gleichzeitig erinnerte er auch an die Aufforderung der Internationalen Balzan Stiftung, die Hälfte des Preisgeldes, das die Preisträger eines jeden Fachgebietes erhalten, für die Finanzierung von Forschungsprojekten aufzuwenden, die vorzugsweise von jungen Wissenschaftlern und Forschern durchgeführt werden sollen. Anschließend an die Veranstaltung, die in Mailand unter der Schirmherrschaft der Stadt Mailand stattfand, folgte eine Vorlesung von Luigi Luca Cavalli-Sforza, Balzan Preisträger 1999, zur naturwissenschaftlichen Erforschung der Herkunft des Menschen.

Die Internationale Balzan Stiftung wurde im Jahr 1957 gegründet und hat ihre Sitze in zwei Städten. Die Internationale Balzan Stiftung „Preis“ in Mailand, unter dem Vorsitz des Botschafters Bruno Bottai, bestimmt durch das Preisverleihungskomitee die Fachbereiche und wählt die Kandidaten aus. Die Internationale Balzan Stiftung „Fonds“ in Zürich, unter dem Vorsitz von Achille Casanova, verwaltet den Nachlass von Eugenio Balzan.

Hier können Sie Informationen und Fotografien der Preisträger downloaden: http://www.balzan.org

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