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Innovation

11. Dezember 2008

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Ante Portas: Parkinson-Impfung der AFFiRiS GmbH

Wien, 11. Dezember 2008. Die AFFiRiS GmbH hat mit der Entwicklung einer Parkinson- Impfung begonnen und nun das präklinische Programm initiiert. Der als PD01 bezeichnete Impfstoff soll gezielt gegen ein Protein wirken, das in engem Zusammenhang mit den Ursachen der neurogenerativen Erkrankung steht. Hervorragende Produktkandidaten aus vorangegangenen Untersuchungen haben die Firma veranlasst die entsprechende Patenteinreichung vorzunehmen und den Beginn der Entwicklung nun umgehend zu beginnen. Externe Begutachtungen des Projekts waren ebenfalls positiv und veranlassten die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG das Projekt finanziell signifikant zu fördern. Die Grundlage der Impfung ist die AFFITOME- Technologie des Unternehmens, auf der u. a. bereits zwei Alzheimer-Impfungen beruhen, die derzeit von der AFFiRiS klinisch erprobt werden.

Die AFFiRiS GmbH mit Sitz in Wien, Österreich, gab heute den Beginn der präklinischen Entwicklung und die Patentanmeldung ihres ersten Parkinson-Impfstoffes PD01 bekannt. Der Impfstoff hat bereits in Versuchstieren überzeugende Immunantworten geliefert und wird nun vom Unternehmen im Rahmen der präklinischen Untersuchung auf seine Wirksamkeit („Proof of Concept“) hin untersucht. Bei erfolgreicher Umsetzung dieser Phase wird die erste klinische Erprobung ab dem Jahr 2010/11 beginnen. Der Parkinson-Impfstoff wirkt spezifisch gegen das als alpha-synuclein (alpha-syn) bezeichnete Protein, das zum Erkrankungsprofil von Parkinson stark beiträgt.

Obwohl alle Details der Zusammenhänge noch nicht bekannt sind, ist es dennoch gut belegt, dass Konzentration und Zusammenlagerungen von alpha-syn im Gehirn für das Fortschreiten von Parkinson mitverantwortlich sind. Eine Reduktion der alpha-syn Konzentration im Gehirn sollte sich daher positiv auf den Krankheitsverlauf von Parkinson auswirken – eine Annahme, die vor kurzem durch Ergebnisse von US-Forschern in Tiermodellen bestätigt wurde.

Die von der Parkinson-Impfung der AFFiRiS GmbH zu induzierende, wirksame Immunantwort gegen das schädigende alpha-syn, soll in der Folge einen nachhaltigen therapeutischen Effekt erzielen. Dafür verantwortlich ist das – weltweit einmalige – Wirkprofil des AFFiRiS-Impfstoffes,

wie Dr. Walter Schmidt, Geschäftsführer der AFFiRiS GmbH, erklärt: „Alpha-syn ist ein attraktives Ziel um Parkinson ursächlich – und nicht nur symptomatisch – zu behandeln. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass alpha-syn ein körpereigenes Protein ist, das zu einer Proteinfamilie gehört, deren Mitglieder umfassende strukturelle Übereinstimmungen aufweisen. Die als beta-syn und gamma-syn bezeichneten weiteren Mitglieder dieser Proteinfamilie sind für den gesunden Körper wichtig. Eine Behandlung zur Reduktion von alpha-syn muss also genauestens die feinen Strukturunterschiede dieser verwandten Proteine beachten, damit ausschließlich alpha-syn aber nicht beta- oder gamma-syn reduziert wird. Unsere AFFITOME- Technologie erlaubt es uns Impfstoffe zu entwickeln, die diese hohe Spezifität gegenüber alpha- syn gewährleisten.“

Frank Mattner, Chief Scientific Officer der AFFiRiS, ergänzt: „Das große Potenzial unsere AFFITOME-Technologie wurde auch von externen Begutachtern bestätigt, die unsere Entwicklung einer Parkinson-Impfung für die Österreichische Forschungsgesellschaft FFG beurteilten. Deren Meinung überzeugte die FFG, dieses Projekt mit einem bedeutenden Förderbeitrag zu unterstützen.“

Die AFFITOME-Technologie der AFFiRiS GmbH ermöglicht es ganz spezifische Zielstrukturen von krankmachenden, körpereigenen Proteinen mit patentgeschützten Produktkandidaten zu bekämpfen. Tatsächlich gelang es AFFiRiS so in der Vergangenheit bereits zwei Impfungen und eine therapeutische Blutwäsche zur Behandlung von Alzheimer zu entwickeln. Diese Therapien richten sich ausschließlich gegen Zielstrukturen auf schädlichen Bruchstücken des so genannten beta-Amyloids, das für Alzheimer verantwortlich gemacht wird. Das gesunde und intakte Gesamtprotein APP wird dabei nicht angegriffen, da es diese Struktur nicht aufweist. Beide Alzheimer-Impfungen werden derzeit an ersten Patienten erprobt und ein Lizenzabkommen mit Zahlungsflüssen von bis zu EUR 430 Mio. für ihrer weitere Entwicklung und Vermarktung wurde im Oktober mit GlaxoSmithKline Biologicals abgeschlossen. Die therapeutische Blutwäsche wurde bereits europaweit patentiert.

Über AFFiRiS GmbH (Stand Dezember 2008):
AFFiRiS GmbH entwickelt Impfstoffe auf Peptidbasis gegen Alzheimer, Atherosklerose und andere schwere Krankheiten. Das Unternehmen hat seine AFFITOME-Plattform-Technologie etabliert. Fünfundreißig hoch qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind auf 1.800 qm angemieteter Laborfläche am Campus Vienna Biocenter tätig (http://www.affiris.com). AFFITOME und AFFITOPE sind eingetragene Markenzeichen der AFFiRiS GmbH.

Über die MIG-Fonds:
Die MIG Verwaltungs AG setzt mit ihrer Beteiligung an der AFFiRiS GmbH ein bewährtes Konzept fort: Erst nach eingehender Prüfung ihrer Zukunftsfähigkeit wird in ausgewählte Firmen in Deutschland und Österreich investiert. Ihre innovativen, viel versprechenden Produkte zeichnen die Anlageobjekte dabei ebenso aus wie die unternehmerische

Leistung ihres Managements. Unterstützt wird die MIG Verwaltungs AG von der Alfred Wieder AG. Der Spezialist für Venture Capital ist mit dem Vertrieb der Fondsanteile betraut und daher erster Ansprechpartner für interessierte Anleger.

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