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Innovation

25. Februar 2010

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AFFiRiS AG: Impfung gegen Bluthochdruck ist Entwicklungsprojekt Nr. 4 und wird von der FFG mit bis zu Eur 1,2 Mio. gefördert AFFITOM®-Technologie kommt erstmals gegen menschliches Hormon zum Einsatz

Die AFFiRiS AG arbeitet ab sofort auch an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen chronischen Bluthochdruck. Die FFG stellt für dieses Projekt Fördermittel in der Höhe von bis zu EUR 1,2 Mio. bereit. Mit dieser heutigen Verlautbarung sind nun vier von derzeit sieben Impfstoffprojekten der AFFiRiS AG veröffentlicht. Wie die anderen Impfstoffkandidaten des Unternehmens – zur Behandlung von Alzheimer, Parkinson und Atherosklerose – wird auch der neue Impfstoff auf Grundlage der unternehmenseigenen AFFITOM®-Technologie entwickelt. Erstmals wird diese nun aber gegen ein Hormon im menschlichen Körper eingesetzt. Anlass der Bekanntgabe war die erfreuliche Zusage von signifikanten Fördermitteln seitens der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, FFG.

Die Wiener AFFiRiS AG gab heute den Start der Entwicklung eines Impfstoffs gegen chronischen Bluthochdruck bekannt. Damit sind nun vier der derzeit sieben Entwicklungsprojekte des Unternehmens offiziell verlautbart worden. Konkreter Anlass für das „Outing“ von Projekt Nr. 4 war die Zusage von öffentlichen Forschungsförderungsmitteln durch die FFG. Die Impfung richtet sich gegen das so genannte Angiotensin II, ein Peptidhormon das Gefäßverengungen – und damit Bluthochdruck – verursachen kann.

Dr. Walter Schmidt, CEO der AFFiRiS AG, meint zur Entwicklungspipeline des Unternehmens: „Mit derzeit sieben Entwicklungsprojekten hat die AFFiRiS AG eine breite Risikostreuung erreicht. Beim Aufbau dieser Entwicklungspipeline haben wir uns konsequent von unserem strategischen Fokus leiten lassen, der auf Indikationen mit einer sehr hohen Anzahl an Betroffenen bei gleichzeitigem Fehlen optimaler Therapien abzielt. Konsequente Risikostreuung bei gleichzeitigem Fokus auf Indikationen mit hohem Marktpotenzial halten wir für den nachhaltigen Erfolg eines Biotech-Unternehmens für entscheidend. Wesentlich für die solide Etablierung unserer Entwicklungspipeline war dabei das frühzeitige Investment der MIG Fonds AG. Unsere erste Lizenzvereinbarung über die Technologierechte unserer Alzheimer-Impfungen im Wert von bis zu EUR 430 Mio. zeigt, dass auch die Pharmaindustrie auf unsere Technologie setzt.“

Bisher hatte die AFFiRiS AG die Entwicklung von zwei Impfstoffen gegen Alzheimer sowie jeweils einen gegen Parkinson und Atherosklerose bekannt gegeben. Erkrankungen also, die weltweit hunderte Millionen von Menschen betreffen. Die Entwicklung eines Impfstoffes zur Behandlung von Bluthochdruck hat nun eine ähnliche Signifikanz. Denn Bluthochdruck zählt zu einer der

häufigsten Ursachen für Erkrankungen des Herzkreislaufsystems und damit zu einer der wichtigsten krankheitsbedingten Todesursachen weltweit.

Auch diesmal macht sich die AFFiRiS AG den unangefochtenen Vorteil ihrer AFFITOM®- Technologie zu Nutze: Diese erlaubt es effiziente Impfstoffe gegen körpereigene Proteine herzustellen. Mit dem Protein Angiotensin II nimmt sich die AFFiRiS AG dabei erstmals ein menschliches Hormon als Zielmolekül seiner Impfungen vor. Das Peptidhormon verursacht im Körper Gefäßverengungen und führt damit zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Deshalb bietet es sich bei chronisch erhöhtem Blutdruck als Zielstruktur für eine Intervention an.

Zu diesem Therapieansatz meint CSO Dr. Frank Mattner: „Chronische Hypertonie – also Bluthochdruck – kann zwar medikamentös behandelt werden, dazu muss jedoch der Patient genau eingestellt werden und dann ständig seine Medikamente einnehmen. Oft gelingt jedoch nicht beides. Unser Impfstoff soll die Patienten von der strikten Beachtung dieses Medikamenten- Diktats entlasten und so einen nachhaltigen Erfolg sicherstellen. Vor dem Hintergrund, dass Hypertonie ja erst langfristig zu den oftmals tödlichen Folgeerscheinungen wie Herzerkrankungen, Schlaganfall und Nierenproblemen führt, ist diese Nachhaltigkeit aber das A und O des Behandlungserfolgs“.

Die Idee in die körpereigene Hormonregulierung des Blutdrucks mittels einer Impfung einzugreifen, ist in den letzten Jahren entstanden. Dazu Dr. Schmidt: „Um einen Impfstoff zu entwickeln, der überhöhten Blutdruck absenken kann, muss man in der Lage sein, eine hochspezifische Immunantwort auszulösen. So unterscheiden sich das Blutdruck erhöhende Angiotensin II und das Blutdruck senkende Angiotensin 1-7 durch nur eine einzige Aminosäure, die restliche Struktur ist identisch. Unsere AFFITOM®-Technologie erlaubt es uns, die Immunantwort so einzustellen, dass nur Angiotensin II adressiert wird. Eine ähnlich knifflige Aufgabenstellung haben wir bereits bei unserem ersten Projekt, der Alzheimer-Impfung erfolgreich gelöst.“

Über AFFiRiS AG (Stand Februar 2010):
Auf der Basis firmeneigener Patentpositionen entwickelt AFFiRiS maßgeschneiderte Peptid-Impfstoffe gegen Alzheimer, Atherosklerose, Parkinson und vier weitere Krankheiten mit dringendem medizinischen Bedarf und attraktiven Marktvolumina. Alzheimer ist die aktuelle Leitindikation, hier haben zwei Produktkandidaten soeben die klinischen Phase I Studien abgeschlossen. Für die Alzheimer-Impfung konnte GlaxoSmithKline Biologicals im Oktober 2008 als Lizenzpartner gewonnen werden. Der Vertrag sieht (Meilenstein abhängige) Zahlungen von bis zu EUR 430 Mio. vor. Eine Zahlung von EUR 10 Mio. wurde im Oktober durch positiven Abschluss zweier klinischen Phase I Studien ausgelöst. AFFiRiS beschäftigt am Campusgelände St. Marx in Wien, Österreich, aktuell 60 hoch qualifizierte Mitarbeiter (www.affiris.com).

Kontakt AFFiRiS AG: Mag. Agnes Meyer Karl-Farkas-Gasse 22 1030 Wien

T +43 / 1 / 798 15 75 – 390 E agnes.meyer@affiris.com

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